6 Tipps, wie du Raum für dich selbst gewinnst

Es klingt eigentlich ganz einfach: Du spürst in deinem Alltag, dass du Raum brauchst, um zur Ruhe zu kommen, um dich zu sortieren oder einfach mal nur auszuatmen. „Klar“ denkst du,“ganz einfach, ich kann mir diesen Raum nehmen und mir Zeit gönnen, einfach mal wieder etwas zu tun, was mir gut tut.“

Und dann klatscht die Wahrheit wie Platzregen über dich ein:

Du kommst einfach nicht dazu, verstrudelst dich immer weiter in Arbeit, Verpflichtungen oder was auch immer und es ist immer wieder irgendetwas wichtiger, als der Raum für dich selbst. 

Kommt dir das bekannt vor?

Ok, erst einmal tief durchatmen. Du bist nicht alleine!
Den meisten Menschen fällt es erstaunlicherweise schwer, dem wichtigsten Menschen in ihrem Leben – SICH SELBST – Raum zu geben.

Im Folgenden gebe ich dir deshalb 6 Tipps an die Hand, wie du es in Zukunft besser schaffst, dir mehr Raum für dich selbst zu geben und so die entscheidenden Grundlagen für deine allgemeine Entspanntheit zu schaffen.

Tipp No. 1: Realismus und Ehrlichkeit (was zu viel ist, ist zu viel)

Der erste Tipp, der wirklich immer funktioniert und den ich dir aus diesem Grund wärmstens empfehle: Mache dir bewusst, was du leisten kannst und wie belastbar du gerade bist. Schaue dir ehrlich an, was gerade alles in deinem Leben passiert.

Stell dir folgende Fragen:
– Strengt mich gerade vieles an, was ich tue?
– Habe ich ständig die gleichen Beschwerden oder die gleichen stressigen Gedanken?
– Gibt es viele Situationen in meinem Leben, in denen ich das Gefühl habe zu kurz zu kommen?
– Muss ich mich zu viel anpassen oder fühle ich mich ungerecht behandelt?
– Gibt es Menschen oder Situationen, die mich komplett einnehmen und darum oftmals überfordern?

Wenn du eine dieser Fragen mit JA beantworten konntest, dann scheint es einige Dinge in deinem Leben zu geben, für die du extra Kraft, Ruhe oder innere Ausgewogenheit brauchst.

Oft sind dies Dinge, Menschen oder Situationen, aus denen du dich nicht einfach so lösen kannst. Und das muss auch gar nicht sein. Der Schlüssel liegt darin, dass du dir bewusst machst, was genau in diesen Situationen passiert.
Wenn du das Gefühl hast, dir fehlt der Raum oder deine Kehle schnürt sich zu oder dein Bauch verkrampft sich, dann ist es zunächst wichtig, das einfach anzuerkennen.

Erlaube dir diese Gefühle.

Erwarte nicht zu viel von dir. Die meisten Menschen haben die größten Erwartungen an sich selbst. Indem du anerkennst, dass dich bestimmte Kontexte in deinem Leben gerade anstrengen und du dich nicht ganz frei fühlst, erlaubst du dir diese Menschlichkeit. Klingt einfach und ist tatsächlich ein sehr wichtiger Schritt.

Denn niemand kann tausend Konflikte gleichzeitig jonglieren und dabei total entspannt bleiben. Sei also ehrlich und gütig zu dir selbst, und gib dir ein erstes innerliches „OK, dann strengen mich diese Dinge eben an“.
Gib dir ein OK, das keine Wertung beinhaltet, sondern einfach nur anerkennt, dass die Dinge eben so sind, wie sie gerade sind.
Dieses OK, sofern du es ehrlich dir selbst gegenüber äusserst, bringt in stressigen Situationen Entspannung. Denn es geht eben auch immer nur das, was geht.

Tipp No. 2: Dich Selbst besser kennenlernen

Der zweite Tipp ist nicht ganz so schnell umzusetzen, dafür aber unglaublich wirkungsvoll: Lerne dich selbst besser kennen und lieben. Wenn dir in Situationen der Raum fehlt, du selbst zu sein, dann gibt es dafür einen Grund. Es hat etwas damit zu tun, wie du durch die Welt gehst. Möglicherweise auch, welche Kontexte du suchst, welche du zulässt und wie du dich darin verhältst.

Und ohne jetzt übermäßig in Gedankenstrudel abzuschweifen, gibt es immer auch einen positiven Aspekt an dir, der hinter dieser Beengung steckt.
Wenn du z.B. immer hilfsbereit bist, und darum keinen Raum findest, dir selbst zu helfen, dann ist deine Hilfsbereitschaft trotzdem per se etwas Positives. Vielleicht ist sie aber nicht in jedem Kontext für dich und deine Umgebung wirklich hilfreich.

Mit „dich selbst kennen und lieben zu lernen“ meine ich, dein eigenes Sein über die Grenzen von Körper und Geist hinaus zu entdecken. Lässt du dich auf deine Wesenhaftigkeit, deine Seele oder deine Integralität ein, findest du neue Aspekte und neue Lösungsansätze. Du erlangst ein tieferes Verständnis für dich selbst, für deine Potentiale und für deinen Wirkungsbereich.
Du bist somit automatisch entspannter im Leben unterwegs. Du weißt, was wirklich zu dir passt, in welchem Kontext du dich einbringen willst und welchen Bereich du eher meidest.
Über das Kennenlernen deiner inneren Räume und das Zulassen und Entfalten dieser, entspannen und ordnen sich deine Räume im Aussen. Das geht am einfachsten mit dem Werkzeug der energetisch geführten Meditation, der Soulful Meditation. Sie führt dich direkt zur Quelle deines Selbst und bringt dich in Kontakt mit deinen inneren Räumen.

Tipp No.3: Verantwortung übernehmen (nicht den anderen die Schuld geben)

In Situationen, in denen wir das Gefühl haben, keinen Raum für uns selbst zu haben, fühlen wir uns oft fremd gesteuert. Sehr schnell machen wir dann andere, die Umstände oder die Vergangenheit dafür verantwortlich. Klar ist es einfacher anderen die Schuld zu geben; den Partner, der uns daran hindert, uns zu entfalten, der Arbeitgeber, der unsere Kreativität nicht genug fördert oder die Stadt in der wir leben, die uns ein unfreies Gefühl gibt. Natürlich kann es vorkommen, dass genau das stimmt.

Ich gebe dir aber den Tipp, mit solchen Urteilen vorsichtig zu sein. Prüfe genau, ob es wirklich ein externer Faktor ist, der dir den Raum für dich selbst verwehrt oder ob du vielleicht einfach bislang nicht die Verantwortung für deine Lage übernehmen wolltest. Du bist selbst verantwortlich dafür, dir deinen Raum zu nehmen.

Ein Beispiel: Eine Person hat das Gefühl jahrelang kommuniziert zu haben, was sie sich von ihrem Partner wünscht und sich doch immer wieder nach ihm gerichtet, wenn der Druck anstieg. Nach einiger Zeit ärgert sich sich, dass der Partner ihr nicht den gewünschten Raum gewährt hat.

Und genau hier liegt die Krux: Die Person hat selbst diesen Raum nicht eingenommen. Es war vielleicht eine Zeit lang bequemer, jemand anderem die Verantwortung für die eigene Verwirklichung zu übertragen. Bemerkt die betroffene Person, vielleicht aufgrund eines externen Faktors, erst nach Jahren, wie sehr sie sich eingeschränkt fühlt, ohne zu begreifen, dass sie es die ganze Zeit selbst zugelassen hat, kann das sogar ein Grund für eine Trennung sein…

Es kann viele Situationen geben, in denen du die Verantwortung dafür trägst, dir Raum zu geben du selbst zu sein und nicht jemand anderes. Mache dir bewusst, an welcher Stelle du in deinem Leben für deine Selbstverwirklichung und dein Selbstsein noch nicht die Verantwortung übernommen hast. Denn das ist der erste Schritt. Die Verantwortung tatsächlich zu übernehmen und dir deinen Raum zu geben, ist der 2. Schritt. 

Tipp No. 4: Die Balance zwischen Wichtigkeit und Unwichtigkeit

Ich gebe zu, es ist ein bisschen Arbeit, die richtige Haltung zu finden, um dir Raum einzugestehen. Doch je früher du dich dafür entscheidest, desto leichter wird es dir fallen. Also nur Mut!

Ein weiterer Aspekt, der sich immer wieder in diesem Kontext zeigt, ist die Balance zwischen sich selbst zu wichtig oder zu unwichtig zu nehmen. Damit meine ich: Indem du dich wichtig nimmst, gibst du dir ausreichend Raum, du selbst zu sein. Nimmst du dich jedoch zu wichtig, besteht die Gefahr, dass du zum unerträglichen Egomanen mutierst. Oder aber du nimmst dich gar nicht wichtig, dann gehst du schnell unter und kannst nicht mehr das tun, was eigentlich dein Plan, deine Idee, deine Aufgabe oder deine Verantwortung ist. Das kann dich auf Dauer handlungsunfähig machen.

Ein Beispiel hierfür: Eltern müssen im Alltag genau diese Balance finden: Sie tragen Verantwortung für ihre Kinder, finanziell, menschlich und körperlich. Stellen Eltern ihren eigenen Raum zu lange zurück und nehmen sich zu wenig wichtig, kann es passieren, dass sie ihre Verantwortlichkeiten in Gefahr bringen, weil sie drohen auszubrennen.

Genauso kann es passieren, dass wir Menschen in einen unkooperativen Egoismus verfallen, wenn es auf einmal nur noch um das gehen soll, was wir wollen. Das hat im Zweifel auch wenig positiven Einfluss darauf, dass wir wirklich mehr Raum für unsere Selbstverwirklichung haben, sondern führt lediglich dazu, dass wir unseren Willen über alles stellen, somit im Austausch mit anderen Druck und Erwartungen erzeugen und uns letztlich selbst in der Bestimmer-Rolle einengen.

Darum mein Tipp: Nimm dich selbst immer nur so wichtig, damit es sich weiterhin innerlich leicht für dich anfühlt und dich beflügelt. Und nimm dich weniger wichtiger, wenn du merkst, dass du verhärtest, starr denkst, andere bestimmen oder beeinflussen willst oder deine Beweglichkeit und Freude verlierst.

Und wenn du jetzt denkst: Ja, aber ich komme einfach nicht dazu: Dann sei ehrlich und überlege, was passiert, wenn du so weiter machst und dir nie genug Raum für dich selbst eingestehst. Dein Leben liegt in deiner Verantwortung. Sorge dafür, dass du dir genügend Raum gibst um Selbstverwirklichung, Freude und inneren Frieden zu finden.

Tipp No.5: Zeit und Raum, Trugschluss und Erkenntnis

Das hast du sicher schon erlebt: Je entspannter du durch den Tag gehst, desto mehr Zeit hast du. Je weniger du entspannt bist, desto weniger Zeit hast du am Tag. Objektiv betrachtet steht uns in Stunden, Tagen oder Wochen immer die gleiche Zeit zur Verfügung. Doch subjektiv empfinden wir die Zeit unterschiedlich, je nachdem wie wir gerade aufgestellt sind.

Ein weiterer Grund, warum ich dir empfehle, dich selbst in deinem Bewusstsein zu trainieren und immer wieder Gelassenheitsmomente und kreative Pausen einzulegen. Das kann bedeuten, einfach mal nur dazusitzen und dem Regen zuzuschauen, einen Spaziergang zu machen, in die Sauna zu gehen oder ein schönes Buch zu lesen. Je mehr Zeit und Raum du dir für dich selbst schenkst, desto mehr Zeit und Raum hast du, du selbst zu sein.
Klingt logisch, oder?

Tipp No.6: Smile, whenever you can!

Last but not least: Lächle. Lächle immer dann, wenn dir etwas zu viel wird und wenn du das Gefühl hast, die Luft wird eng. Lächle, wenn du nicht mehr weiter weisst und wenn du glaubst, nicht du selbst sein zu können.

Lächle einfach, denn dein Lächeln entspannt dich, es stärkt deine Präsenz und schenkt dir automatisch mehr Raum.

Was sind deine Erfahrungen? Hast du weitere Tipps, die du dieser Liste hinzufügen möchtest?
Schreibe mir einen Kommentar unter diesen Artikel. Ich freue mich von dir zu lesen.

Deine Mashanti Alina

2 Kommentare
  1. amely rose says:

    so ein toller post und wirklich hilfreiche tipps.
    die meisten sind verständlich und da würde man wahrscheinlich sagen „ist doch logisch“ aber irgendwie befolgt man sie dann doch nicht.
    ich „ringe“ aktuell mit punkt 4. das ist meine Schwachstelle 😀

    alles Liebe deine Amely Rose

    Antworten
    • Mashanti Alina Hodzode says:

      Liebe Amely, vielen Dank für deinen Kommentar! Ich denke mit Punkt 4 haben wir alle zu tun. Ein gesundes Maß an Selbstreflektion und Achtung zu finden, ist eben auch ein Job ;). Aber das Bewusstsein dafür ist ja bekanntlich der wichtigste Schritt, in die richtige Richtung :). Dir auch alles Gute! Bis bald, Mashanti Alina.

      Antworten

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